unmögliches Schachbrett
Gesellschaft für Philosophische Kultur e.V.

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Filme im Gespräch


Diese Veranstaltungen finden in Kooperation mit der Volkshochschule Detmold und dem Medienzentrum Lippe statt


Diese erste Filmreihe beschäftigte sich mit dem Thema "Zeit". Ziel war, die gezeigten Filme zum Anlass zu nehmen, über den Menschen in seiner Zeit zu sprechen, zu philosophieren. Gegenseitiges Verstehen durch offene Neugier zu ermöglichen. Im Anschluss an die Filmvorführung war dafür Zeit.


Schon der philosophierende Theologe Augustinus (354 - 430) beantwortete die Frage danach, was denn die Zeit sei mit den Worten: "Wenn du mich nicht fragst weiß ich es, wenn du mich fragst weiß ich es nicht". Das Zitat deutet an, dass die Frage nach der Ontologie (Seinweise) dessen, was mit diesem Wort bezeichnet wird, bis heute nicht befriedigend beantwortet ist. Es sei denn, man folgt hier Martin Heidegger (1889 - 1976), der die Zeit als den Entfaltungsraum des Seins zu erfassen glaubt. Aber vielleicht kann es hilfreich sein, sich der Frage nach der Zeit mit einer Vorfrage zu nähern, nämlich mit der Frage nach dem Menschen in der Zeit? Diese Frage wird in den vier folgenden Filmen auf ganz unterschiedliche Weise behandelt.




Hier können Sie einen Flyer mit Informationen zur ersten Filmreihe herunterladen.




bisher gezeigt Filme:


Lola rennt


In Tykwers "Lola rennt" wird eine Grundfatalität des menschlichen Gefangenseins in der Zeit komödiantisch durchbrochen. Das Kino kann "den Film des Lebens" zurückdrehen, und den Zufall, der zum Schicksal wird, umgehen. In heitere Weise greift Tykwer die Grundfrage auf, wie frei denn der Mensch sei, wenn er sich doch von der Zeit in sein "Schicksal" geworfen vorfindet.


Montag, 14. März 2016, 19.00 Uhr
im VHS Vortragsraum, Krumme Str. 20




Momo


Momo - ein Kinderspiel? Von wegen! Eine Allegorie oder ein Gleichnis - wenn man so möchte. Worum geht es? Um die Zeit, als Phänomen des Daseins, die verschwindet, wenn man sie sparen will, aber sehr gut tut, wenn man das richtige Timing findet. Abgeleitet vom Genuss des Augenblicks kann die Zeit zu jener Dimension werden, in der wir selig werden, wenn wir unsere Wünsche mit unseren Möglichkeiten in Harmonie zu bringen vermögen.


Montag, 18. Januar 2016, 19.00 Uhr
im VHS Vortragsraum, Krumme Str. 20




2001 - Odyssee im Weltall


Zu Kubricks "2001" könnte die These gewagt werden, dass hier die Zeit als ein in sich verschlungenes und also ewiges Band verstanden wird. Unter diesem Blickwinkel wäre die Schlussphase des Films kein psychedelisches Absurdum, sondern eine wie auch immer fassbare Abwandlung dessen, was mit Wiedergeburt angedeutet werden könnte. Einen interessanten Aspekt von gelingender Ungleichzeitigkeit öffnet der Film mit dem Tanz der Raumschiffe zur Musik von Johann Strauß (Sohn).


Montag, 16. November 2016, 19.00 Uhr
im VHS Vortragsraum, Krumme Str. 20




Matrix


Dieser Film ist nicht ohne Grund "Kult". Sein zentrales Thema ist die Frage nach der Realität, in der wir leben. Er berührt damit eine Hauptfrage der Philosophie, die bis heute immer wieder neu abgehandelt wird. Der Protagonist switscht zwischen einer natürlichen und künstlichen Wirklichkeit die ihm von Maschinen vorgemacht werden, hin und her, stellt also die immer aktueller werdende Frage danach, in welcher Wirklichkeit wir eigentlich leben. Die Frage nach der Wirklichkeit berührt gleichzeitig das Verhältnis von Macht und Freiheit. Die Frage nach der Zeit, wird in diesem Film insofern berührt, als durch den sogenannten Bullit-Time-Effekt (Zeitlupenszenen) die Frage nach der Zeit als ein zentrales Moment ästhetischer Wahrnehmung aufgeworfen wird.


Montag, 21. September 2015, 19.00 Uhr
im VHS Vortragsraum, Krumme Str. 20




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