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Gesellschaft für Philosophische Kultur e.V.

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Eule


Jasmin

schrieb am 17.10.2014:

Die Vorträge, bei denen ich dabei war, fand ich alle interessant. Ich persönlich finde die Quantenphysik sehr spannend, insbesondere die Quantenteleportation und die Zwillingsphotonen. Vielleicht kann man ja die Quantenphysik und die Philosophie irgendwie zusammenbringen? So könnte man ja Fragen stellen wie: Ist alles in Bewegung? Vielleicht ähnlich zu dem Prinzip „panta rhei“? Gibt es absoluten Stillstand überhaupt? Gibt es Materie? Ist dann nicht alles miteinander verbunden? Gibt es wirkliche Formen von Trennung überhaupt? Wenn Dinge nie wirklich verloren gehen, sondern sich immer nur von einer Form in die andere verwandeln, gibt es dann überhaupt einen absoluten Tod? Vielleicht ähnlich zu z. B. mythischen Erzählungen? Beispiel: Geister, die zu Bäumen oder Blumen werden. Was ist Ewigkeit und was ist Zeit? Gibt es Phänomene, die wir nicht vorhersagen können? Denn in der Quantenphysik gibt es ja glaube ich Umstände, in denen nicht gesagt werden kann, wie sich z. B. ein Zwillingsphoton entscheiden wird? Man weiß glaube ich nur, dass wenn es sich entschieden hat, dass sich das andere Photon dann identisch entscheidet, egal wie weit sie voneinander entfernt sind?

Also Quantenphysik und Philosophie fände ich persönlich ein spannendes Thema. Andere spannende Themen fände ich: Tierethik, der Umgang mit der Natur oder aktuelle gesellschaftliche Themen, die Fragen stellen, wie wir Menschen miteinander umgehen. Auch spannend fände ich Philosophie und Literatur und Philosophie und Film.


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Hermann Seegert: Kritik am offenen Treffen

Ich war am 2.5.2014 beim offenen Treffen im Safran in Detmold. So hatte ich mir das im Grunde nicht vorgestellt. Ich fand es bestätigt, was ich im Grunde schon weiß: Unter Philosophie stellt man sich nichts genaues vor, und deshalb kann man auch über alles quatschen, was einem so auf der Seele brennt. Ich hätte mir von diesem Abend etwas mehr Struktur erhofft, so dass man wirklich über ein philosophisches Thema spricht. Ich bin kein Verfechter der hiesigen Schulstrukturen, also Frontalunterricht und Co.. Dieser Abend - muss ich leider sagen- war jedoch mehr Zeitverschwendung und von einem gemeinsamen Interesse an Philosophie konnte meiner Einschätzung nach nur entfernt die Rede sein. Und wenn es da war, kam es eben nicht zur Geltung.


Im Anfang ging es noch um mathematische Implikationen, und ich fand es auch ganz interessant, weil jemand etwas dazu sagte, der bzw. die vom Fach ist. Bald jedoch verlor sich das Treffen in einem mehr allgemeinen Kneipengeplänkel.


Ein Problem für mich bei solchen Treffen ist immer auch die Tatsache, in welchem Bekanntheitsgrad ich zu den einzelnen Personen stehe. Und dieser Bekanntheitsgrad ermöglicht es mir im Grunde auch erst, in irgend einer Art und Weise mich an einer Art themenorientierten Auseinandersetzung zu beteiligen.


Nun gibt zwar der Titel des Treffens "offenes Treffen" zugegebenermaßen nichts her, was auf ein Thema schließen würde, andererseits frage ich mich dann, was es letztlich überhaupt bringt. Geht es hier nur um den Fang neuer Mitglieder für den Verein? Ist es eine Art potentielle Selbsthilfegruppe- diesen Eindruck gewann ich nämlich. Oder- und davon war ich ausgegangen- trifft man sich doch, um ein gemeinsames Interesse zu teilen und sich dementsprechend auch auszutauschen. An kompetenten Leuten hat es nicht gefehlt, zum Tragen kam es leider nicht.


Es grüßt Hermann Seegert


Die Webmasterin:

Ich war auch bei diesem offenen Treffen und möchte dazu anmerken, dass relativ viele Leute da waren, so dass sich zwei separate Gesprächsrunden entwickelt haben. Ich war an der anderen Gesprächsrunde beteiligt und habe nicht gehört, worüber Hermanns Runde gesprochen hat. Ich war allerdings schon bei früheren Treffen, und im Rückblick muss ich sagen, auch ich würde es begrüßen, wenn sich das Gespräch insgesamt mehr an philosophischen Themen orientieren würde.


Barbara Tewilt:

Dieses Offene Treffen ist nie als eine Gesprächsrunde für philosophische Themen konzipiert worden. Selbstverständlich spricht nichts dagegen, miteinander zu philosophieren, aber die Absicht dieser Treffen liegt vielmehr im Kennenlernen von Menschen mit gleicher Gesinnung, nämlich Interesse an Philosophie. In solchen Situationen kann über alles und nichts gesprochen werden, können neue Ideen für Initiativen entstehen oder besprochen werden oder auch nicht, kann philosophiert werden oder auch nicht, kann man einfach nur andere Menschen kennenlernen und - wer weiß - vielleicht irgendwann oder auch schon beim nächsten Treffen mit eben derselben Person philosophieren - oder auch nicht! Alles kann, nichts muss geschehen.


Herrmann Seegert sollte mal die Erklärung zu unserem Offenen Treffen lesen, die ja auch auf der Homepage steht. Und insgesamt gilt: Wer dort philosophieren will, soll es tun/versuchen. Wer genau das und nur das sucht, sollte wohl besser einen Gesprächskreis (oder einen 2. Lesekreis) initiieren - als Format ist so ein Kreis vorgesehen, aber bislang hat es niemand umgesetzt ...


Dr. Wolfgang Gerent:

Ich schließe mich voll und ganz Barbaras Darlegung an. Um es noch einmal zu betonen: der Sinn des Vereins besteht nicht darin, dass einige Wenige möglichst viele Angebote machen, sondern darin, dass möglichst Viele animiert werden und eine Plattform haben, philosophisch aktiv zu werden. Die Anspruchshaltung, die in der veröffentlichten Kritik deutlich wird, finde ich unangebracht.


Hermann Seegert:

An Barbara: Entschuldigung, es ist natürlich richtig, es war ein "offenes Treffen" und kein Gesprächskreis. Ich hatte vorher versäumt, die entsprechenden Zeilen auf der Homepage des Vereins zu lesen.


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