unmögliches Schachbrett
Gesellschaft für Philosophische Kultur e.V.

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Philosophisches Gastmahl


gedeckter_Tisch

Das „Gastmahl“ bietet die Gelegenheit, in Tischrunden über philosophische Fragen zu sprechen. Anregungen erhalten die Gäste durch zwei Impulsvorträge, die das Thema aus verschiedenen Perspektiven beleuchten. Abschließend findet eine Podiumsdiskussion statt.


Während der Gespräche besteht die Möglichkeit, sich mit kleinen Speisen und Getränken zu stärken.


Eule

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Sind wir nicht alle ein bisschen böse?
7. Philosophisches Gastmahl in Lippe


Vorstellungen von Gut und Böse gibt es, solange es Menschen gibt. Gleichzeitig findet das Nachdenken über das Wesen des Bösen und über seine Ursachen offenbar kein Ende. Woran liegt das? Gibt es hier vielleicht etwas, das wir nicht verstehen oder nicht verstehen wollen? Khalil Gibran schreibt dazu in seinem „Propheten“: „Mögen die Worte euch auch schwer auf dem Herzen liegen: (…) Ja, der Schuldige ist oft das Opfer des Geschädigten.“


Wann genau ist eine Handlung also böse? Und worauf beruht eine böse Handlung? Vielleicht nur auf mangelnder Einsicht? Oder ist das Böse eine Macht, ein mächtiger Einfluss? Ist es vielleicht sogar angeboren? Eine starke Form von Egoismus? Sind wir alle mehr oder weniger böse? Oder eigentlich niemand? Verträgt sich die Sinnhaftigkeit des Lebens mit der Existenz des Bösen? Können wir vom Bösen erlöst werden? Durch wen oder wodurch? Oder ist das Böse der Preis der Freiheit? Ist der Böse rehabilitiert, wenn er bereut? Bedeutet Verstehen auch Verzeihen? Ist der weise Mensch niemals böse?


Diese und weitere Fragen rund um das Böse versprechen einen interessanten Abend, zumal die Vortragenden das Thema aus sehr unterschiedlichen Perspektiven beleuchten werden.


Vortragende:

Dr. Katharina Kleine Vennekate, Hochschulpfarrerin

Johannes Schwabe, Doktorand der Sozialpsychologie


Das 7. Philosophische Gastmahl fand am Samstag, den 28. November 2015, im Kastanienhaus am Wall in Lemgo statt; der Eintritt betrug 10 Euro.



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Soll mir das was sagen oder will mich das was fragen?
6. Philosophisches Gastmahl in Lippe


Worum geht es den Künstlern? Wollen sie Fragen aufwerfen oder Antworten auf Fragen liefern? Diese entgegengesetzten Ansichten untersuchte das 6. Philosophische Gastmahl der Gesellschaft für Philosophische Kultur. Dr. Roland Nachtigäller, der künstlerische Direktor des Marta Herford vertrat in seinem Vortrag die Position, dass zeitgenössische Kunstwerke individuell geprägte Reaktionen auf das gedankliche, soziale und ökonomische Umfeld der Gegenwart sind. Künstler und Künstlerinnen nutzen den gesellschaftlichen Freiraum mutig, bedingungslos und poetisch, um mit kreativen Mitteln Reflexionspunkte zu schaffen, Denkräume zu öffnen, Schwachpunkte und Verletzungen aufzudecken. Sie stellen unerwartete und unbequeme Fragen und unterwandern den Zeitgeist. Ihre Werke erwarten die Antwort jedes einzelnen - so Nachtigäller.


Der Vortrag des Philosophen Dr. Wolfgang Gerent vertrat die gegenteilige Position. Seiner Auffassung nach reagieren Künstler und Künstlerinnen auf Fragen, d.h. sie suchen und versuchen Antworten. Diese Fragen werden zwar durch ihre Lebenswelt aufgeworfen, aber sie sind nicht an die Gegenwart gebunden. Sie sind zeitlos gültig, denn es handelt sich um grundlegende Fragen zu Aspekten des menschlichen Daseins. Dazu bezieht Kunst Stellung mit verschiedenen Aussagen und Antworttypen entschieden Stellung – so Gerent.


Vortragende:

Dr. Roland Nachtigäller, künstlerischer Direktor MARTa Herford

Dr. Wolfgang Gerent, Philosoph


Das 6. Philosophische Gastmahl fand am Samstag, den 9. Mai 2015, im Sudhaus statt; der Eintritt betrug 10 Euro.




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Machen Sie sich bitte frei
5. Philosophisches Gastmahl in Lippe


Machen Sie sich bitte frei!

Frei wären wir alle gerne. Frei von vielerlei Zwängen und Verpflichtungen, frei für alles, was wir gerne tun würden. Aber wie viel Freiheit ist nötig und wie viel möglich? Und was können wir oder sollten wir selber dafür tun? Diese Fragen treiben seit jeher viele Menschen um, und manchmal resultieren daraus ganze Bewegungen und Weltanschauungen, manchmal sogar Religionen. Zwei dieser Bewegungen wurden bei diesem Gastmahl vorgestellt. Der Historiker Dr. Hans-Gerd Schmidt sprach über die Ideale der so genannten Achtundsechziger. Der praktizierende Zen-Buddhist Lothar Rosinski versuchte, uns fernöstliche Vorstellungen von echter Freiheit näher zu bringen. Diese Ideen und Ansätze konnten wie immer untereinander und mit den Referenten bei kleinen Speisen und Getränken diskutiert werden.


Datum und Zeit: Samstag, 14. Juni 2014, 19.00 Uhr

Ort: Bäckerei Dickewied in Lemgo / Wahmbeckerheide, Hauptstr. 5


Vortragende:  Hans-Gerd Schmidt
Lothar Rosinski

Der Eintritt betrug 10 Euro.




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Das 4. Philosophische Gastmahl im neuen Gewand:
Zu wahr, um schön zu sein.


Diese Umkehrung der bekannten Redewendung will dazu anregen, über das, was wir mit Schönheit und Wahrheit eigentlich verbinden, einmal nachzudenken. Stehen sie denn wirklich im Widerspruch zueinander oder können sie sich nicht auch berühren? Gibt es Wahrheit in der Kunst? Und spielt das eine Rolle für unser Leben? Geht es am Ende dabei nicht auch um Sinnhaftigkeit?


Diese und ähnliche Fragen wurden in zwei Impulsvorträgen beleuchtet und in Tischrunden diskutiert. Abschließend fand nun außerdem eine gemeinsame Podiumsdiskussion statt.


Das Gastmahl folgte auch kulinarisch einem neuen Konzept:


Es bestand die Möglichkeit – aber keine Verpflichtung -, während der Tischrunden Getränke und kleine Speisen zu erwerben und zu genießen. (An diesem Abend: Zwiebelkuchen u. Quiche)


Datum und Zeit: 9. November 2013, 19.30 Uhr; Einlass ab 19.00 Uhr

Ort: Bäckerei Dickewied in Lemgo / Wahmbeckerheide, Hauptstr. 5


Vortragende:  Barbara Brüggenthies-Tewilt, Philosophin
Dr. Wolfgang Gerent, Philosoph

Der Eintritt betrug wegen des neuen Konzepts nur 10 Euro.




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Muss ich wissen, wer ich bin?
3. Philosophische Gastmahl in Lippe


Erkenne dich selbst! – diese Aufforderung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des philosophischen Denkens. Sowohl abendländische wie orientalische Weltanschauungen legen zu allen Zeiten großen Wert darauf. Heute vielleicht mehr denn je. Vorstellungen wie Authentizität haben Konjunktur.


Die Impulsvorträge dieses philosophischen Gastmahls wollten dazu anregen, einmal darüber nachzudenken und zu diskutieren, ob Selbsterkenntnis wirklich so wichtig, nötig und hilfreich ist, wie das scheinbar selbstverständlich angenommen wird.


Der Philosoph Dr. Wolfgang Gerent ging in seinem Vortrag auf einige bedeutende und kontroverse Positionen ein und wies auf mögliche Mehrdeutigkeiten und Missverständnisse hin. Damit sollte die Diskussion auf eine solide Basis gestellt und zunächst offen gehalten werden.


Der Coach Annette Bührig-Hollmann unterschied in ihrem Vortrag Selbstfindung versus Identifizierung zwischen der Identifizierung des Selbst einerseits und der Selbstfindung andererseits. Selbstidentifizierung steht dabei für ein psychologisches Konzept, das eine hermetische Seelenvorstellung hat. Die Selbstfindung als Coachingkonzept entstammt der neuen Phänomenologie und setzt auf einen offenen, unverstellten Gegenwartsbezug.


Eingerahmt wurden die Vorträge durch einen spielerischen Selbsttest, der darauf abzielte zu zeigen, wie flüchtig und wechselhaft unsere Selbst-Einschätzung sein kann.


20. April 2013

19.15 Uhr (Einlass: 18.45 Uhr)

Gaststätte Kohlpott, Pivitsheider Str. 1, 32758 Detmold


Vortragende:  Dr. Wolfgang Gerent (Philosoph)
Annette Bührig-Hollmann (Coach)
 
Leistungen: 2 Impulsvorträge
3-Gänge-Menü
1 Persönlichkeitsspiel

Der Eintritt betrug 30 Euro



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