animiertes gif Torus
Gesellschaft für Philosophische Kultur e.V.

Linie


Presse




Lippische Landeszeitung vom 26. 2. 2016

über den Vortrag "Der (selbst-)optimierte Mensch" von Dr. Manuela Lenzen am 24. Februar 2016 im Landesarchiv


Lippische Landeszeitung über das Philosophische Gastmahl am 16.05.2014

Linie


Lippische Landeszeitung vom 9. 6. 2015

Interview mit Dr. Caroline Heinrich zum Thema ihres Vortrags im Landesarchiv am 10. Juni 2015


LZ 09.06.2015

zum Vergrößern hier klicken




Lippische Landeszeitung vom 16. 6. 2014

über das Philosophische Gastmahl vom 14. 6. 2014 in Wahmbeckerheide (Lemgo):

Lippische Landeszeitung über das Philosophische Gastmahl am 16.05.2014



Lippische Landeszeitung vom 4. 6. 2014

über den Vortrag von Eugen Drewermann im Detmolder Leopoldinum vom 2. Juni 2014:

LZ 04.06.2014

zum Vergrößern hier klicken




Das Onlinemagazin Der Detmolder

schrieb am 4. Juni 2014 über den Vortrag von Eugen Drewermann im Detmolder Leopoldinum vom 2. Juni 2014:


Detmold. Die Detmolder Gesellschaft für philosophische Kultur hatte als 2. diesjährige Veranstaltung ihres philosophischen Salons Eugen Drewermann zum Vortrag eingeladen mit seinem aktuellen Thema „Was ist es, das den Menschen böse macht?“. Mehr als 90 Minuten fesselte Eugen Drewermann sein Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzen Aula des Leopoldinums.

Der 74jährige Theologe und Psychoanalytiker hielt seinen Vortrag wie gewohnt eloquent in freier Rede und begann mit den Bildern des massenhaften Mordens durch den Abwurf der Atombomben über Japan mit der anschließenden Verbrämung des Geschehens durch die Verantwortlichen und assoziierte anschließend das Szenario eines 3. Weltkrieges mit seinen wahrscheinlichen Verheerungen. Irgendetwas mit dem Menschen könne nicht in Ordnung sein, folgerte Eugen Drewermann daraus.


Er konstatierte, dass wir keine Raubtiere sind, weil selbst Tiere sich nach einem ungeschriebenen Regelwerk der Fairness verhalten, sogar beim Versuch, sich genetisch durchzusetzen. Raubtiere töten unter normalen Bedingungen nur das, was sie zur Ernährung brauchen. „Alle Tiere wissen, wie zu leben wäre, nur der Homo sapiens nicht. Wir nutzen unser Wissen, um zu zerstören. Wenn wir also nicht, wie es der Paläontologe Raymond Dart definierte, eine Raubaffen-Spezies sind, was sind wir dann?“ fragte Drewermann.


Einem im Kampf unterlegenen Menschen scheint es immanent zu sein, auf Rache und Vergeltung zu setzen, zu überlegen, warum er verloren hat. Er setzt Raffinesse und Taktik ein, verbessert seine Waffen. Für ihn scheint es nur eine Lösung zu geben, den Tod des anderen, beschreibt Drewermann ein häufiges menschliches Verhalten.

Im weiteren skizzierte er die Denkansätze der Philosophen Hegel, Kant und Kierkegaard zur Entwicklung der Moral im Menschen. Bei Kant werden Sinnlichkeit und Sittlichkeit bzw. Trieb und Vernunft als Gegensätze definiert. Die Sünde ist verboten, aber der Mensch habe die autonome Freiheit, sich jeweils zu entscheiden. Bei Hegel gehe es um die Bewusstwerdung, die Zentrierung auf das Subjektive, wobei die Selbstbewusstheit bereits das Böse enthalte, doch der Mensch könne selbst darüber frei bestimmen. Kierkegaard dagegen sieht das Böse weit tiefer angelegt und außerhalb von ethischen Entscheidungen. Nach dessen Philosophie geschieht die Auseinandersetzung des menschlichen Daseins zwischen Verzweiflung und Vertrauen, zwischen Gelingen und Untergang und nur wenig aufgrund moralischer Ideen, erläuterte Eugen Drewermann.


Der kritische Theologe las und übersetzte anschließend aus dem Genesis-Original der hebräischen Thora und folgerte, dass es vor der Schöpfung eine Zeit gab, wo noch nichts war, denn alles ließe sich wegdenken, was kausal entstanden sei, jedoch müsse etwas absolut Seiendes, nicht kausal Abgeleitetes, davor stehen. „Etwas möchte, dass wir sind, Gottes Odem atmet in uns. Wir sind aufgespannt zwischen Himmel und Erde, gehalten am dünnen Faden als Geschöpf,“ so Drewermann. Hierin scheint Drewermanns authentische Gewissheit von Gott begründet zu sein. Mit weiteren Sätzen aus der Genesis zeigte der brilliante Theologe und Analytiker, dass das einzige Verbot Gottes im Paradies sich auf die sittliche Erkenntnis bezog. Ohne diese Erkenntnis gab es weder gut noch böse.

In bildreicher, eindringlicher Sprache beschrieb Drewermann die Rolle der Schlange im Paradies und zeigte Parallelen auf zum Schlangensymbol anderer Kulturen und Religionen.

Drewermann erläuterte, dass es die Schlange gebe als ein mythisches Chiffre, sie sei listiger als alles Sonstige. Der Gang des Menschen in das Böse, (vom Baum der Erkenntnis essen) sei nicht ästhetisch zu bewerten, sondern die Menschen sind von der Schlange verstrickt und überlistet worden. Sie wollen nicht böse sein, aber sie sind in ihrer Hilflosigkeit gefangen. Die Schlange lügt nicht, aber sie betrügt und übertreibt. Sie spricht Eva an, ihre Frage löst in Eva Angst aus, sie fixiert die Konzentration auf das Verbot und wird bedrohlich. Die List der Schlange ist ihre Hypnose der Angst und in der Angst gibt es keine Freiheit, weiß der Psychoanalytiker. Die Schlangenfrage stellt sowohl die Stellung des Menschen als auch die von Gott in Frage.


„Vergessen Sie alles Moralische“ forderte Drewermann seine Zuhörer auf, denn in jedem Menschen stecke das „Sein-Sollen“ des Schöpfers, und nur diese feine Verbindung zum Schöpfer hebt den Menschen hinauf, dass er mehr sein kann als Staub, oder nach wissenschaftlicher Lesart, mehr als seine Bestandteile aus Kohlenwasserstoffen. Kein Mensch könne es aushalten, dass seine Existenz völlig bedeutungslos sei, ist der Redner überzeugt. Der Mensch trage die Würde in sich, weil er Mensch ist. Doch eine Forderung wie: „Rechtfertige, dass du existierst!“, würde gerade in unsere liberalisierte Welt hinein übersetzt einen ungeheuren Druck bewirken. Vom Bildungswesen bis zur Arbeit im kapitalistischen Wirtschaftssystem bedeute dies „Du musst dich anstrengen, all die Zeit, sonst bist du ein Versager.“ Wenn aber Leistung der Maßstab sei für Anerkennung so der Theologe, dann wundere es nicht, dass beim Streben um Liebe und Anerkennung gekämpft und sogar gemordet würde, dass Menschen endlos schuften und sich verschulden, um den zehn Prozent der Menschen zu ähneln, die nicht mehr arbeiten müssen, weil sie von der Arbeit der vielen Anderen profitieren.


Während Drewermanns Vortrag schien immer wieder seine Weltsicht durch mit seiner Ablehnung der herrschenden Politik und insbesondere jedes Militarismus, z.B. wenn er seine tiefe Besorgnis zeigte über Aussagen regierender Politiker, das Militär müsse „in der Mitte der Gesellschaft“ verankert werden oder unsere Demokratie sei „marktkonform“ zu gestalten. Für den Redner sind auch potenzielle Kriege böse. Er erinnerte an die erschreckenden Fakten der vergangenen Kriege und malte beklemmende Bilder von neuen Kriegen: Digital und ferngesteuert würde eine Tötungsliste abgearbeitet, vielleicht von einem Mann, dessen kleiner Sohn dabei auf seinem Schoß sitzt. Ohne Skrupel würden per Knopfdruck weit entfernt in der Welt einfach „Targets“ (Ziele) ausgeschaltet, neutralisiert, exekutiert. Das sei ein grenzenloses Töten ohne Verantwortung.


Als Kain in einer Eruption von Wut seinen Bruder tötete, geschah dies, weil Kain glaubte, Abel würde von Gott bevorzugt, erzählte Drewermann, doch in Wirklichkeit wollte Gott auch den Kain so, wie er war, mit allen seinen Verschiedenheiten und Eigenarten, sonst hätte er zwei Abels geschaffen.

Zum Anschluss der Veranstaltung antwortete Eugen Drewermann auf Fragen und weitere Aspekte aus dem Publikum und bewies erneut seine geniale Auffassungs- und Formulierungsgabe.


Letztlich war Eugen Drewermanns Vortrag ein intensiver Appell, jeden Mitmenschen und jedes Mitgeschöpf trotz aller Unterschiede mit seiner jeweils eigenen Würde anzunehmen, das Leben zu respektieren und dadurch Vertrauen haben zu können in eine Güte, die uns alle umgibt, die wir nicht extra erzeugen müssen.




Lippische Landeszeitung vom 2. 11. 2013

über das Philosophische Gastmahl vom 9. 11. 2013 in Wahmbeckerheide (Lemgo):

LZ 21.03.2013

zum Vergrößern hier klicken




Lippische Landeszeitung vom 15. 10. 2013

über den Vortrag und die Buchvorstellung vom 16. 10. 2013 von Prof. Dr. Wilhelm Schmid: "Dem Leben Sinn geben. Von der Lebenskunst im Umgang mit Anderen und der Welt." in der neuen Aula des Gymnasiums Leopoldinum:


LZ 21.03.2013

zum Vergrößern hier klicken




Lippische Landeszeitung vom 21. 3. 2013

über den Vortrag vom 18. 3. 2013 von Dr. med. Rolf Reiner Kiltz: "Sinn-orientierte Psychotherapie und Viktor E. Frankl als ihr Pionier" im Landesarchiv Nordrhein-Westfalen:


LZ 21.03.2013


Seitenanfang